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Ein Generationenprojekt,

seit 1935 in der selben Familie...










1935

1. August: Kauf Gasthaus durch Maria Krüsi-Wyss, „Chopflis Marie“ und  Paul Krüsi

Marta Krüsi- Wyss kaufte am 1.August das Gasthaus für CHF 80000.-, sie verdiente das Geld durch das Sticken in St.Moritz bei der Familie Badrutt, Paul Krüsi war Säntisträger.   

In den 30er Jahren wurde alles auf den Berg getragen, auch das ganze Baumaterial für die Gebäude. Dann machte man die Wege breiter, so dass diese auch für die Muli begehbar wurden. So ein Muli konnte zwischen 100 und 150 kg Last tragen. Wir hatten zwei Muli. Wenn sehr viele Leute unterwegs waren und verköstigt werden mussten, wurden von der Mühli zwei Haflinger ausgeliehen. Es wurden 1½ Touren gemacht: Unser Säumer Koster ging an einem Tag über Wänneli Alp Soll nach Brülisau runter, wieder auf die Stauberen hoch und nochmals hinunter; am nächsten Tag von Brülisau auf die Staubern, wieder hinunter und wieder hinauf. Ein Muli, die Rosa, konnte man alleine nach Brülisau schicken mit einem Zettel, was alles aufgeladen werden solle und dann kam sie alleine wieder zurück. Alle hatten ihren eigenen Säumer, der Kasten, Plattenbödeli, Ruhsitz, Bollenwees und wir.“ „Maultier-Säumer belieferten noch lange die verschiedenen Bergwirtschaften im Alpstein. Die Wanderer zu jenen Zeit begegneten auf Ihren Wanderungen öfter die Säumer. 

Wir hatten 7 Ziegen, 2-4 Kühe und Galtlig und 2-3 Sauen oben. Mit den jungen Säuli waren wir im Frühling etwa 8 Stunden unterwegs bis wir oben anlangten. Für die Metzgete im Herbst wurde ein Metzger bestellt. Wir haben auch jedes Jahr am Berg ‛gheuet’. Nicht nur als Futter für die Tiere, sondern auch für die Schlafplätze unserer Gäste. 

unsere Gäste dazumal

Viele waren Stammgäste im Berggasthaus Staubern. Einige wegen dem Heuen, andere wanderten oft zu uns hoch, öfters kamen diese aus der nahen Umgebung, da zu dieser Zeit kaum jemand ein Auto oder verdienst hatte. Einige aus Frümsen brachten uns Sachen wie Zucker, Ribelmais, Gravensteiner Äpfel, Gemüse und vor allem Chiefel und Höggeli (Bohnenarten) mit. Vieles brachten sie kostenlos oder besser gesagt gegen einen Tausch für einen Besuch im Restaurant.

Die Alpeel gehörte dem Kanton St.Gallen, die freiesten Sträflinge von der Strafanstalt Saxerriet duften mit dem Aufseher Jakob Tinner zur Alp, doazmol sagte man Äggerli Köbli. Jeden Montagabend kam der Äggerli Köbli mit einem Rucksack voll Gemüse (Salat, Zwiebeln, Lauch, Tomaten etc.). Jede Montagnacht wurde gefeiert bis zum Sonnenaufgang. Wir hatten sehr viele schöne Stunden auf der Staubern verbracht.  Da es zu jener Zeit noch keine Bahn gab nahmen sich einige den Weg in Rekordzeit unter die Füsse,  feierten bis zum Morgengrauen. Wir hatten 12 gute Betten 24 Matratzenlager und Heulager für 80 Personen, dass konnte auch beim Esel-Stall sein, wenn es überfüllt war. Wo es ab und zu mal nächtliche Besucher gab. Die Mäuse die über das Gesicht hüpften.  Den Ferien Gästen von weiter her, gewährten wir gerne einen angenehmen mehrtägigen Aufenthalt auf den richtigen Matratzen, also keine Heubetten oder Laubsäcke. 

Die Hauptreinnahme von Maria Krüsi-Wyss war das Sticken, immer im Winter ging sie nach St. Moritz zu der Familie Badrutt als Stickerein. Auch im Berggasthaus war während schlechtem Wetter immer gestickt und genäht worden, um ein neben  verdienst zu haben. Die Stammgäste hatten kaum verdienst, viele waren Bauer einige gingen für maximal 2.50 CHF pro Stunde in die Fabriken arbeiten.



Die Häuer des Staubernfirsts
Ich, Martin Tinner, war als Sechsjähriger das erste Mal auf der Staubern. Mein Vater war Heuer am Staubernfirst. Zu dieser Zeit konnte man eine Schlätte des Staubernfirsts mieten. Der Staubernfirst war eingeteilt in 27 Schlätten, welche alle anders hiessen. Eine Schlätte war neben dem Felsen hinter der Staubernkanzel in sehr steilem Gelände. Einige aus der Gemeinde Sennwald machten einen Mietpreis für die Schlätten mit der Ortgemeinde aus, meistens galt, je steiler desto günstiger. Der steilste Ort war dort, wo sich heute der oberste Masten der Staubernbahn befindet, ein bisschen weiter rechts. Diese Schlätte hiess «obere Gangliegg» und man konnte sie für sechs Franken mieten. Ich hatte keine Wanderschuhe, deshalb war ich mit den Sandalen unterwegs, welche man immer im Sommer trug. Mein Vater sagte mir, ich solle mich am Gras festhalten. Das ist alles gut gegangen und ich lief geradewegs hoch bis zur Staubern. Dieser Krampf war wie Ferien für mein Vater. Die Heuer hatten einen Schlitten, den trugen sie bis zur Vorderalp. Das Gras wurde geschnitten und getrocknet, anschliessend machten sie Burdis (das Heu zusammenbinden), diese 40-50 kg schweren Burdis trugen sie bis zur Alp, wo sie das Heu anschliessend auf die Schlitten luden. Um im steilen Gelände zu stehen, zogen die Heuer Trigoni an, das sind Bergschuhe mit Eisen an den Sohlen, bei steilem Gelände konnten zusätzlich noch Steigeisen montiert werden.
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1964 – 15. Juli: Transportseilbahn ab Alp Sämtis und Um- und Anbau Gasthaus

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1965 – Übernahme Gasthaus durch Tochter Gisela

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  • 1967 – Eigene Stromversorgung, Dieselgeneratoren

  • 1979 – Bau der Bergbahn Frümsen-Staubern

  • 1984 – Gasthaus Küchenumbau

  • 1984 – Gasthaus Küchenumbau

  • 1995 – Übernahme Gasthaus durch Sohn Daniel und Judith Lüchinger

  • 1999 – Gasthaus Erweiterung, Sanitäre Anlagen und Zimmer

  • 2001 – Umbau der Bergbahn für den öffentlichen Personenverkehr